Gründung der Heinz-Kühn-Stiftung durch Johannes Rau
Als Heinz Kühn am 16. Februar 1982 siebzig Jahre alt wurde, war das für Ministerpräsident Johannes Rau Anlass, eine Stiftung mit dem Namen seines Amtsvorgängers ins Leben zu rufen. Die Heinz-Kühn-Stiftung war geboren – getragen von dem Ziel, den journalistischen Nachwuchs zu fördern und internationale Perspektiven zu stärken.
Heinz Kühn engagierte sich zeitlebens für internationale Verständigung. Er entwickelte früh in seiner Karriere Interesse und Verständnis für die besonderen Herausforderungen der Länder des globalen Südens, welche für ihn schon immer selbstverständlicher Teil der ganzen, Einen Welt sind, in der wir leben.
In der Stiftungsurkunde, die alle Mitglieder der damaligen Landesregierung unterzeichneten, heißt es:
"Die Stiftung soll der Förderung junger Journalisten dienen, einer Aufgabe, der sich der Namensgeber der Stiftung zeit seines Berufslebens uneigennützig gewidmet hat, und der er sich in Erinnerung an seinen eigenen Werdegang noch heute eng verbunden weiß."
Von Beginn an war auch die internationale Ausrichtung fest in der Satzung verankert:
"Aufgabe der Stiftung ist es, junge ausländische Journalisten in Nordrhein-Westfalen und junge Journalisten aus Nordrhein-Westfalen in Ausbildung und Weiterbildung zu fördern".
Heinz Kühn selbst begleitete die Arbeit der Stiftung bis zu seinem Tod im Jahr 1992 als aktives Mitglied des Kuratoriums. Auch Johannes Rau blieb der Stiftung über viele Jahre eng verbunden: 16 Jahre lang, bis zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten, war er Vorsitzender des Kuratoriums – eine Amtszeit, die bis heute unerreicht ist.